Black Friday ist längst nicht mehr nur ein einzelner Shopping-Tag. Für clevere Investoren und Reseller ist es das Highlight des Jahres. Es ist die Chance, strategisch zu kaufen, Ware zu vervielfältigen und Profit zu maximieren. Damit du bestens vorbereitet bist, bekommst du hier erprobte Tipps plus konkrete Handlungs-Schritte, die du JETZT umsetzen kannst.
Jeder Tipp enthält ein konkretes „Doing“, das du sofort umsetzen kannst.
Wichtige Termine & Zeitrahmen
- Black Friday 2025 fällt auf den 28. November
- Die Black Week (die Aktionswoche) läuft voraussichtlich von 24. November bis 1. Dezember 2025
- Cyber Monday ist am 1. Dezember 2025
Einige Händler starten bereits früher mit Vorab-Deals (z. B. bereits in den Tagen vor der Black Week).
Watchlist & Preisalarme – Deine strategische Basis
Eine gute Watchlist ist die Grundlage für jeden erfolgreichen Black Friday. Sie verhindert Spontankäufe und sorgt dafür, dass du nur kaufst, was wirklich sinnvoll ist.
Die 4 wichtigsten Fragen bei der Watchlist:
- Was möchte ich kaufen? (Modell, Größe, Version, Farbe)
- Ab welchem Preis würde ich kaufen?
- Wie hat sich der Preis historisch entwickelt?
- Wo wird das Produkt angeboten? (Händler, Marktplätze, Exklusivshops)
Für Reseller besonders wichtig:
Rabattniveau realistisch einschätzen
Laut einer Idealo-Analyse liegt die echte durchschnittliche Ersparnis am Black Friday nur bei ca. 7 %.
Das bedeutet:
➡️ „Bis zu -50 %“-Werbung ist oft nicht realistisch
➡️ Viele Rabatte basieren auf künstlich hohen Vergleichspreisen
Doing:
Erstelle JETZT eine Liste mit 3 Produkten, jeweils mit:
- Zielpreis
- aktuellen Tiefstpreis
- Alarm gesetzt bei Idealo, Keepa oder Geizhals.
Fake-Rabatt oder echtes Schnäppchen? — So erkennst du die Wahrheit
Um ein echtes Schnäppchen zu erkennen, musst du den wahren Marktpreis kennen.
Checkliste zur Deal-Verifikation
- Preisverlauf prüfen: Idealo / Keepa / Geizhals
- Realitätscheck: Verkaufspreise auf eBay anschauen
- Jahrestiefpreis suchen: War es dieses Jahr schon günstiger?
- Achtung bei UVP: Viele „Rabatte“ basieren auf künstlich hohen Listenpreisen
Doing:
Nimm ein Produkt aus deiner Watchlist und vergleiche:
✔ aktueller Preis
✔ Tiefstpreis der letzten 12 Monate
✔ eBay-Verkäufe
✔ Differenz zur UVP
Reselling-Risiken beachten
➡️ Die Schufa warnt explizit vor Fake-Shops rund um Black Friday.
➡️ Besonders gefährlich: extrem günstige „Restposten“ unbekannter Anbieter.
➡️ Reseller müssen aufpassen: Retourenquote, falsche Ware, Liquiditätsrisiken.
Newsletter & Promo-Codes – Die versteckten Rabattquellen
Viele Shops geben die besten Rabatte nicht öffentlich aus, sondern nur über:
- Newsletter
- App
- Early Access für Abonnenten
Typisch:
5–15 % Willkommensrabatt, exklusive Gutscheine, Early-Bird-Deals.
Pro-Tipp für Reseller & Vielkäufer
Erstelle dir eine eigene Newsletter-Mail, um Codes zu sammeln, ohne dein Hauptpostfach zu belasten.
Doing:
Lege jetzt eine neue Mail an und melde dich bei mindestens 5 Shops an, bei denen du kaufst oder für Reselling einkaufst.
Die 5 größten Black-Friday-Fehler
Diese Fehler kosten jedes Jahr Käufer und Reseller viel Geld:
1️⃣ Ohne Plan kaufen
Spontankäufe = schlechte Marge, unnötige Ausgaben.
2️⃣ Kein Preisvergleich
Wer nicht checkt, zahlt drauf.
3️⃣ Falscher Zeitpunkt
Die besten Deals sind oft vor oder nach Black Friday, nicht am Tag selbst.
4️⃣ Keine Gutschein- oder Cashback-Kombis
Viele lassen 10–20 % Rabatt liegen.
5️⃣ Fehlende Exit-Strategie (für Reseller)
Wohin verkaufst du die Ware? Gibt es Nachfrage? Liegt sie 6 Monate rum?
Doing:
Schreibe die 5 Fehler in deine Notiz-App
-> Prüfe vor jeder Kaufentscheidung.
Dein Black-Friday-Plan in 6 Schritten (für Käufer & Reseller)
1. Preisalarme checken
Jede Stunde kann ein neuer Deal auftauchen.
2. Cashback aktivieren
Rakuten, Shoop, Payback oder TopCashback öffnen, bevor du kaufst.
3. Login-Daten parat
Zeit sparen = Deals sichern.
4. Wunschprodukte zuerst prüfen
Nicht scrollen, gezielt arbeiten.
5. Angebote tracken
Speichern, vergleichen, Geduld haben.
6. Ruhe bewahren
FOMO ist dein größter Gegner.
Chancen für Reseller am Black Friday 2025
Der Markt bietet auch 2025 besonders spannende Möglichkeiten:
Sourcing von Restposten & Auslaufartikeln
Händler wollen Lager räumen:
Elektronik, Mode, Haushaltsgeräte.
-> Vorab-Deals sind oft besser als die BF-Deals selbst.
Arbitrage / Flipping
Amazon-Geräte (Echo, Fire TV, Kindle) gelten traditionell als Tiefpreis-Sieger.
Business-Deals
Amazon Business bietet oft bis zu 45 % Rabatt für Gewerbekunden.
B2B-Geschäft
Beziehungen zu Händlern aufbauen, die Lager räumen
→ Großmengen kaufen
Wiederverkauf an Endkunden
✔ nur strategisch
✔ Margen kalkulieren
✔ Logistikkosten bedenken
Risiken für Reseller am Black Friday 2025
Nicht nur Chancen, sondern auch Gefahren:
Scheinhighlights
Viele Rabatte basieren auf künstlich erhöhten Streichpreisen
Preiserhöhungen vor dem Sale
Händler erhöhen teils die Preise kurz vor Black Friday
→ der „Rabatt“ wirkt größer.
Retouren & Cashflow-Risiken
Große Bestellungen:
→ große Belastung
→ viele Rückgaben = Liquiditätsproblem
Lieferverzögerungen
Paketdienste können überlastet sein (Peak-Saison)
Betrugsgefahr / Fakeshops
Gerade rund um BF steigt das Risiko durch dubiose Anbieter erheblich.
Rückblick: Was passierte im Black Friday 2024?
Aus verschiedenen Marktanalysen (PwC, McKinsey, Bain, Deloitte, BCG, Mastercard) lässt sich folgendes Bild ableiten:
Konsumentenverhalten
- Käufer wurden preissensibler.
- Viele starteten ihr Holiday Shopping schon vor Oktober.
- Bargeld wurde knapper, aber Schnäppchenjagd beliebter.
Händlerseite
- Rabatte wurden vorsichtiger eingesetzt.
- Der Umsatzpeak verschob sich auf die gesamte „Black Week“.
Kurze Zusammenfassung
- Hohe Kaufbereitschaft, aber sinkende Ausgaben.
- Käufer starteten früher und zielgerichteter.
- Rund 11 % des Jahresend-Umsatzes entstehen zwischen BF und Cyber Monday.
- Elektronik & Fashion dominierten die Kaufentscheidungen.
- Die Kunden wurden anspruchsvoller und verglichen stärker.
Forecast: Black Friday 2025 – Was erwartet uns?
1. Weniger Impulskäufe, mehr Strategie
Käufer planen gezielter
2. Mehr Transparenz → weniger Fake-Rabatte
Preisvergleichstools werden noch stärker genutzt
3. Höhere Konkurrenz durch Temu, Shein, etc.
Dadurch müssen Händler stärker rabattieren
4. Spannende Chancen für Reseller
BONUS: LEGO als Investment – Lohnt es sich noch?
Pro:
- Limitierte Sets mit stabiler Nachfrage
- Große internationale Fanbase
- Geringe Vergleichbarkeit → höheres Sammlerpotenzial
Contra:
- Shitstorms & Imageprobleme
- EOL-Verwirrung & widersprüchliche Listen
- Preiserhöhungen
- Überangebot in manchen Serien
Fazit: LEGO ist (noch) nicht vorbei, aber selektiv
Die richtigen Sets lohnen sich weiterhin.
Wenn du willst, erstellen wir eine komplette Anleitung zur LEGO-Analyse (Rentabilität, Nachfrage, Risiken) -> Schreibe uns!